Liebe Eltern,

Sie werden mit Spannung auf Informationen warten, wie die Schulöffnung am 4. Mai vonstatten gehen soll. Wir hatten Sie schon darüber informiert, dass in der nächsten Woche zunächst nur die Kinder der 6. Klassen in die Schule kommen. Stufenweise sollen dann auch andere Klassenstufen wieder in die Schule kommen. In welcher Form das geschehen soll, darüber haben wir noch keine Informationen. Klar ist nur jetzt schon, dass wir einen Schichtbetrieb werden einführen müssen, sobald die nächste Klassenstufe folgt. Bis zu den Sommerferien ist angedacht, dass alle Klassen punktuell in der Schule erscheinen.

Der gesamte Schulbetrieb wird bis auf Weiteres eine Mischung aus Homeschooling und Präsenzunterricht sein müssen.

Da auch unter dem pädagogischen Personal etliche Kolleg*innen sind, die der Risikogruppe angehören, ist die Zahl der in der Schule zur Verfügung stehenden Personen stark dezimiert, was bei der Planung des Präsenzunterrichts mit berücksichtigt werden muss.

Zunächst das Vorgehen in der Woche vom 4.5. bis 8.5.2020:
6 abc: Unterricht von 8:00 – 12:00 Uhr
6 def: Unterricht von 8:45 – 12:45 Uhr
6 ghi: Unterricht von 9:30 – 13:30 Uhr

Der Unterricht findet in den angestammten Klassenräumen statt.
Im Anschluss an den Unterricht kann in der Mensa ein Mittagessen eingenommen werden.

Wir haben zwei Blöcke á 2 Zeitstunden eingerichtet inklusive einer 15minütigen Pause. Inhaltlich wird sich der Unterricht auf die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen konzentrieren. In sogenannten Flexstunden können die Fächer Gewi und Nawi unterrichtet werden.

Die Stundenpläne werden am Montag von den Klassenleitungen an die Kinder verteilt werden.

Wir haben genaue Vorgaben, wie die Hygienestandards eingehalten werden sollen. Wir werden ab nächster Woche eine Reinigungskraft im Haus haben, die angehalten ist, Türklinken, Handläufe, Toiletten etc. auch während des Tages zu reinigen. Wir teilen uns dafür eine Reinigungskraft mit der Adolf-Glasbrenner-Schule.
Die Lerngruppen werden strikt voneinander getrennt sein. Eine Durchmischung der Gruppen muss verhindert werden.

Um den Hygienevorgaben so weit wie möglich gerecht zu werden, haben wir folgende Verhaltensregeln für Schüler*innen aufgestellt:

Woran die Schüler*innen denken müssen

  • Grundsätzlich halten sich die Schüler*innen nur für den Unterricht und das Mittagessen auf dem Schulgelände auf. Nach Schulschluss bzw. nach Einnahme des Mittagessens gehen sie unverzüglich nach Hause.
  • Die Schüler*innen erscheinen 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn in der Schule.
  • Die Schüler*innen betreten einzeln das Schulgelände und Schulgebäude.
  • Die Schüler*innen achten auf einen Abstand zur nächsten Person von 1,5 Metern.
  • Die Schüler*innen desinfizieren sich im Foyer am Ständer die Hände.
  • Die Schüler*innen begeben sich am Morgen direkt in ihren Klassenraum und nehmen auf den ihnen zugewiesenen Stühlen Platz.
  • Die Lehrkraft bittet die Schüler*innen einzeln an das Waschbecken, wo die Hände entsprechend der Regeln gewaschen werden. Seife und Papierhandtücher stehen zur Verfügung.
  • Die Schüler*innen betreten nur einzeln die Toilettenräume. Sind diese besetzt, muss draußen mit Abstand von 1,5 Metern gewartet werden. Nicht mehr als zwei Kinder dürfen vor der Toilette warten. Es werden nur die Toiletten benutzt, die auf der jeweiligen Etage sind.
  • Es gibt einen Wegeplan mit Einbahnstraßensystem. Die Schüler*innen bewegen sich entsprechend dieses Wegeplans im Schulgebäude.
  • Auf dem gesamten Schulgelände ist während des gesamten Aufenthaltes – also auch während der Pausen – das Rennen und Toben nicht erlaubt. Spiele mit Körperkontakt sind nicht erlaubt. Angeleitete Bewegungsspiele unter Einhaltung des Abstandes sind erlaubt.

Ich möchte Sie bitten, diese Verhaltensregeln mit Ihren Kindern zu besprechen. Wichtig ist vor allem, den Kindern klarzumachen, dass der Mindestabstand immer einzuhalten ist, auch wenn außerhalb der Schule enger Kontakt besteht. Wir können hier diese Unterscheidung nicht vornehmen, deshalb gelten die Abstandsregeln für alle. Das hat schon in der Notbetreuung zu Diskussionen geführt, die wir gerne vermeiden würden.

Wir fragen uns alle, ob es überhaupt möglich ist, die Hygieneregeln unter den Bedingungen, die wir hier haben, einzuhalten. Wir tun unser Bestes und hoffen, dass wir einen geregelten Betrieb gewährleisten können. Wir werden das Geschehen genau beobachten und – wenn nötig und möglich – nachjustieren bzw. Nachbesserungen beim Schulträger nachfordern.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf stehen Schulhelfer*innen, Betreuer*innen und Pädagogische Unterrichtshilfen wie immer zur Verfügung. Auch von Seiten der Erzieher*innen kann es Unterstützung geben. Der Umgang mit Hygieneregeln muss individuell abgestimmt werden.

Leistungsbewertung

Ihnen brennen mit Sicherheit viele Fragen bezüglich der Leistungsbewertung in diesem Halbjahr unter den Nägeln, besonders in Bezug auf die Förderprognose und das erste Notenzeugnis in der 5. Klasse. Dazu werde ich Sie noch gesondert informieren. Viele Fragen sind noch offen. Klar ist, dass die momentane Situation nicht zum Nachteil Ihrer Kinder gereichen soll, wofür wir in jedem Fall eintreten werden.

Ich hoffe, ich konnte Sie umfassend und verständlich informieren. Sofern Sie Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Buchert – Schulleiterin